Krieg in der Ukraine, sollte man in Gold investieren?
Am Donnerstag, den 24. Februar 2022, stieg der Goldpreis auf 1.974 Dollar (oder 1.760 Euro), den höchsten Stand seit September 2020. Während in der Ukraine, die von russischen Truppen überfallen wurde, ein Krieg ausbrach, setzten die Anleger lieber auf das gelbe Metall, das als zeitloser sicherer Hafen gilt. Wir alle wissen, dass Gold auf geopolitische Ereignisse reagiert, aber ist es deshalb der richtige Zeitpunkt, um zu investieren?
Gold als sicherer Hafen seit Jahrzehnten
Wie Sie wissen, wurde Gold auf natürliche Weise zu einem Tauschmittel, indem es in der Antike den Tauschhandel ersetzte. Im Westen wurde das rostfreie Metall bis 1973 mit der Reform des Internationalen Währungssystems und dem Abkommen von Bretton Woods als Währung verwendet.
Im Laufe seiner Geschichte hat sich Gold zu einem sicheren Hafen entwickelt. Es ist eine Investition, mit der Sie Ihr Vermögen trotz verschiedener Krisen, seien sie politischer, wirtschaftlicher, systemischer oder anderer Art, sichern können.
Auch wenn der US-Dollar oder Immobilien einst ein sicherer Hafen waren, ist Gold heute immer noch der sichere Hafen schlechthin.
Bei jeder großen Krise flüchten sich die Anleger in Gold und treiben so den Goldpreis in die Höhe. Zwischen 1971 und 1980 zum Beispiel beeinflussten internationale Konflikte und Ölkrisen den Goldpreis. Das gelbe Metall stieg von 35 auf 850 US-Dollar. Ein aktuelleres Beispiel ist die Gesundheitskrise durch COVID-19, die zu einer aktuellen Wirtschaftskrise in den Ländern der Welt führt.
Wie Sie sicher bemerkt haben, haben die geopolitischen Spannungen mit der Ukraine-Krise im Februar den Goldpreis in Panik versetzt. Seit dem 24. Februar macht auch der Ausbruch des Krieges in der Ukraine keine Ausnahme. In Krisenzeiten wenden sich die Anleger dem gelben Metall zu.
Der Ukraine/Russland-Konflikt und der Goldpreis
Seit Anfang Februar 2022 reagiert der Goldpreis auf Meldungen von der ukrainischen Grenze und auf diplomatische Reden zwischen den europäischen Staatsoberhäuptern und Russland. Man bemerkt aufeinanderfolgende Anstiege und Rückgänge des Goldpreises mit dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland.
Die Feinunze Gold kostet am 3. Februar 1 577 Euro. Aufgrund der geopolitischen Spannungen zwischen den europäischen Staats- und Regierungschefs und Wladimir Putin, der Militärtruppen an die Grenzen der Ukraine schickt, steigt der Goldpreis bis zum 10. Februar, also innerhalb einer Woche, um 3,5%. Die Ankündigung des Abzugs der russischen Truppen führt zu einem Rückgang der Spannungen und des Goldpreises auf ca. 1.645 Euro am 11. Februar.
Am nächsten Tag, Samstag, dem 12. Februar, zeigen von den Amerikanern aufgenommene Satellitenfotos, dass die russischen Truppen vor den Toren der Ukraine immer stärker werden. Biden kündigt "eine unmittelbar bevorstehende russische Invasion der Ukraine" an. Das Wochenende ist geprägt von diplomatischen Gesprächen zwischen den USA, Europa und Russland. Der Goldpreis steigt wieder an.
Am Dienstag, dem 22. Februar, erkennt Putin zwei pro-russische Gebiete, Donezk und Luhansk, in der ukrainischen Region Donbass an. Am selben Tag kündigte die Ukraine das Ende ihrer diplomatischen Beziehungen zu Russland an und Air France strich ihre Flüge nach Kiew. Was den Goldpreis betrifft, so fiel er an diesem Tag in den frühen Morgenstunden zunächst von 1.690 auf 1.670 Euro pro Unze.
Doch am Donnerstag, dem 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Militärschlags gegen die Ukraine, springt der Goldpreis in die Höhe Das gelbe Metall, das als sicherer Hafen gilt, wird mit 1.941,52 USD gehandelt, was einem Anstieg von 9,6% im Jahresvergleich entspricht. Mit dem Austausch der diplomatischen Führer am Freitag wird er leicht sinken.
Langfristig in Gold investieren
Gold reagiert auf geopolitische Ereignisse. Der Markt für das gelbe Metall geht jedoch über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland hinaus. Der Krieg führt nicht zu einem Anstieg des Goldpreises, auch wenn er dem Vermögen der russischen Zentralbank zugute kommt, die ihre Wirtschaft seit einigen Jahren mit massiven Goldbeständen schützt.
Es ist tatsächlich der inflationäre Kontext, in dem dieses Ereignis stattfindet, der auf die Kurse einwirkt! Da die europäische Wirtschaft von den aus Russland gelieferten Rohstoffen wie Gas oder Weizen abgeschnitten ist, droht ihr ein Preisanstieg.
Dasselbe gilt für die COVID-19-Pandemie. Die steigenden Preise für Materialien im Bauwesen beispielsweise, wie Holz oder Aluminium, führen zu einer Verknappung auf unserem Kontinent zugunsten von China, das massiv importiert. Ob die russische Invasion oder die Erholung der weltweiten Wirtschaftstätigkeit - sie alle definieren den Transportweg und die Preise für Rohstoffe neu.
In Gold zu investieren wird daher zu einer Alternative, um der Inflation von Finanzkrisen entgegenzuwirken und sich langfristig vor Schicksalsschlägen zu schützen. Da Gold nicht mehr an die Währung gebunden ist, wird es somit zu einem sicheren Hafen, mit dem man seine Ersparnisse vor allem in unsicheren Zeiten schützen kann. Marie und Patrick haben sich entschieden, zum ersten Mal in Gold zu investieren, um ihr Vermögen zu sichern. Ihren Erfahrungsbericht finden Sie hier.
Der Preis des Edelmetalls weist seit einigen Jahren einen allgemeinen Aufwärtstrend auf. Im Jahr 2000 war Gold 300 US-Dollar wert, 2017 waren es über 1.200 US-Dollar (ein Anstieg um 300 %) und heute ist es 1.770 US-Dollar wert. Es ist tatsächlich die Inflation, die durch die verschiedenen Krisen wie die COVID-19-Krise oder den Krieg in der Ukraine vor den Toren Europas ausgelöst wurde, die den Anstieg des Goldpreises beeinflusst.
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